Nachbericht über die Fahrt der DJK
II nach Kulmbach und Coburg (17./18. September 2011)
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Vor der Stadthalle in Kulmbach
werden wir bereits von unserem Stadtführer erwartet.
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Auch in diesem Jahr war die 2. Tischtennismannschaft der DJK
Concordia Fürth mitsamt ihrem Ehrenspielführer Klaus wieder einmal
unterwegs, um ihren mittlerweile schon traditionellen Jahresausflug
zu machen. Da unser Ziel dieses Mal nicht so weit weg liegen sollte,
wählten die Reiseexperten (im Zentrum des Geschehens natürlich
wieder Manfred) Kulmbach (die Stadt des Bieres!)
und Coburg aus. Wir waren so rechtzeitig in
Kulmbach auf dem Parkplatz angekommen, dass wir vor der
Zimmerbelegung bereits mit der Stadtführung beginnen konnten. Ein
kleiner Teil der Gruppe ließ den Regenschirm im Auto, was sich dann
als durchaus berechtigt herausstellte. Ein bisschen Gottvertrauen
muss schon sein...
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Gleich an unserem Zentralparkplatz steht das Städtische
Luitpold-Museum. Sein Bau wurde ursprünglich durch Hans
Planck (1828–1899) ermöglicht, allerdings mit der Auflage, nach
seinem Tode ein Volksbad zu errichten, welches den Namen
"Planck´sches Volksbad" erhalten sollte. Im Jahr 1910 zog hier das
Museum ein, das als erstes Museum in Bayern nach dem Namen eines
Landesherrn benannt wurde. Mit einem solchen Museum wollte man sich
nach einem großen Umsatzeinbruch bei dem Bierverkauf nach der "guten
alten Zeit" zurücksehnen. Besonders dem damaligen Bürgermeister und
Hofrat Wilhelm Flessa (1858-1824) war daran gelegen, kein reines Bad
zu bauen, sondern ein Gebäude mit etlichen Möglichkeiten und
Funktionen. Wir setzten uns jedenfalls später in das darin
befindliche Café.
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Hier ein Blick auf den gegenüber liegenden
Zentralparkplatz, dessen Areal durch den Abbruch
der EKU-Brauerei im Jahre 1970 dort entstand und
deren Abmessungen man hier gut nachspüren konnte.
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Gegenüber am anderen Eck entstehen städtische Büros
(v.a. Fremdenverkehrsbüros), die in einem Haus der
ehemaligen Sparkasse untergebracht werden. Daran
erinnert ein in die Ecke eingelasser steinerner Sparer mit
seinem Sparstrumpf. |
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Auf dem kurzen Weg zum Marktplatz erwartet uns noch eine
Überraschung: Im ersten Eckhaus am Eingang zum Platz wurde
Hans Wilsdorf, der Gründer der Firma Rolex,
geboren. |
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Am Beginn des Herbstes ist der Marktplatz immer
noch wunderbar mit Blumen geschmückt, hinter denen man sich auch
noch laben konnte. |
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Von dort fällt unser Blick am Luitpold-Brunnen vorbei auch schon
auf unser "Hotel Weißes Roß", in das wir uns
einquarteren wollen. Schon aufgrund der Lage mitten im Zentrum eine
vorzügliche Wahl von Manfred. |
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Und immer wieder geht der Blick schon von hier auf die stolz
herabschauende Plassenburg, zu der wir am
Nachmittag aufsteigen werden (Na, ja, wir sind mit einem Bus hinauf-
und herabgefahren.) |
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Am Ausgang des Marktplatzes zur Oberen Stadt hin hat Kulmbach
seinem bedeutendem Künstler und Maler Hans Süss,
genannt Hans von Kulmbach (ca. 1480-1522), noch ein
Denkmal gesetzt. Immerhin war er ein Zeitgenosse und Mitarbeiter
Dürers. Und Kenner wissen, dass der Nikolaus-Altar der Nürnberger
Lorenzkirche von ihm stammt, von dem allerdings heute nur noch ein
Schrein erhalten ist. |
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Liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser schielen
am Weg zur Oberen Stadt noch auf die Ecke des Marktplatzes.. |
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Herrschaftliche
Brauereibesitzershäuser liegen am Weg.
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Sogar an den Glasfenstern kann man
den Wohlstand ablesen. |
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Im nächsten Haus, dem Haus Oberhacken 4, wurde
1978 anlässlich der 450-Jahr-Feier der Reformation ein
Denkmal für den Reformator Johann Eck (ca. 1494
hier in Kulmbach geboren; er starb 1554 in Coburg; nicht zu
verwechseln mit dem Gegner Luthers, Johannes Eck aus Eck (=Egg))
angebracht. Der Kulmbacher Eck war seit 1518 Rektor der hiesigen
Lateinschule und schloss sich bereits in den 20er Jahren des 16. Jh.
der Reformation an. |
Dieses historische Gebäude im Oberhacken
(früher Eberhacken) war ursprünglich Sitz eines
Brauhauses; etwa um 1531 wurde es dann Hofstatt mit
Frauenhaus.
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Ums Eck herum dann ein Ginkgobaum. Ja,
herrschaftlich sollte es hier schon zugehn. |
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Dahinter führt uns der Weg am "Heilingschwert-Turm"
(14. Jh.) der alten Stadtbefestigung vorbei zur
kath. Stadtkirche "Unsere liebe Frau". |
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Von oben hat man einen besseren Blick auf den
Heilingschwert-Turm, der früher noch höher und seit
dem 15. Jh. mit Kanonen bestückt war. Vorher war er mit
Steinschleudern besetzt. Er ragte in den Graben hinein, so dass man
beidseitig Feinde im Graben beschießen konnte. Seine runde Form
sollte Kanonenkugeln möglichst wenig Angriffsfläche bieten.
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Schräg gegenüber der Kirche bietet sich ein
wunderbarer Blick auf die Stadt und natürlich auf
die Plassenburg; im Hintergrund links der
"Rote Turm" (13. Jh., mit der Wohnung des
Stadtpfeifers), rechts die Petrikirche und vorne
das stattliche Büttnerei-Gebäude, eine wichtige
Industrie in einer Brauereistadt. .
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Auch Schulen brauchte man in Kulmbach. Hier das humanistischen
Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium, in das übrigens
auch Thomas Gottschalk ging (Abitur 1971), wenn er gerade nicht in
der kath. Kirche ministrierte. |
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Erst beim Weitergehen über den Schlossgraben wird der Blick frei
auf das Renaissance-Schlösslein (ehemals ein
Burggut), dessen Pläne vom Baumeister Caspar Vischer (ca. 1510-1579)
stammen, dem auch der Wiederaufbau der Plassenburg aufgetragen war.
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In der Gegenrichtung bleibt der Blick auf der ev.
Petrikirche, dem Nachfolgebau einer Wehrkirche an dieser
Stelle, haften. Die Uhr hat kein Ziffernblatt. Stattdessen trägt sie
die Worte: "Wachet-betet" (Mk 14,38). Errichtet wurde sie ab 1449
und wurde erneut nach dem Marktgräflerkrieg mit seinen Zerstörungen
ab 1559 wieder aufgebaut. Die neugotische Ausstattung bekam sie in
den Jahren 1878-80. |
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Gegenüber der Petrikirche führt eine barocke Treppe
zum Bezirksamt, der ehemaligen
marktgräflichen Kanzlei. Hier verlief auch die Stadtmauer,
in die der Turm der Petri-Wehrkirche eingegliedert war. |
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Auf der Seite zum Graben hin findet sich der
Garten des Prinzessinhauses. Heute befinden sich in
den Gebäuden die Büros der AWO von Kulmbach. |
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Der Eingang zum Prinzessinhaus von
1729, dem Gebäude für die wegen eines "Fehltritts"
vom Bayreuther Hof verstoßene Markgräfin Christiane Sophie
Wilhelmine (1701-1749 ), befand sich an der Straße; heute führt ein
Fußweg durch das Tor am Haus in die Stadt hinunter. |
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Man muss nicht weit gehen, um zum Badhaus zu
kommen, das bereits 1398 in einer Urkunde erwähnt wurde. Seine
heutige Größe erhielt es 1580. Heute ist es eines von nur acht in
Deutschland existierenden wissenschaftlich erforschten Badehäusern.
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Wie es darin zugegangen ist, zeigen div. Bilder. Hier erfreut
sich offensichtlich ein Mann am Badetreiben der
Frauen. Reinlich waren sie schon, die Kulmbacher. |
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In solch einem Zuber konnte man sich verwöhnen lassen - auch mit
Speis und Trank! |
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Das angeblich schmälste Haus
Kulmbachs. |
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Dass auch die Büttner seit dem Mittelalter eine
bedeutende wirtschaftliche Rolle in der Stadt spielten, zeigt das
Denkmal, das ihnen gesetzt wurde. An der Wende zum 20. Jh. gab es 20
Büttnereien in Kulmbach. Für die Brauereien sicher ganz wichtig.
Erst durch die mit der Industrialisierung aufkommenden Metallfässer
wurde ihnen der Boden entzogen. |
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Bevor man wieder zum Markt kommt, begegnet man noch der
ev. Spitalkirche, die 1739/39 erbaut wurde und die
Elisabethenkapelle ersetzte. Der Kirchturm wurde erst 1749
errichtet. Im Inneren hat sie die typische Gestalt einer
Markgrafenkirche, wie sie auch in Cadolzburg zu
bestaunen ist.
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Folgt man der Spitalgasse weiter stadtauswärts gelangt man zum
"Weißen Turm" (der rechte Turm), einem Teil der
Stadtbefestigung im 14. Jh. Zusammen mit dem
"Bürgerloch" bildet er eine
Doppelturmanlage. Ins Loch kamen Bürger, die sich
etwas zuschulden kommen ließen. Bequem war das sicher nicht. Bis ins
19. Jh. wurde die Anlage als Schuldgefängnis benützt. |
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Nach solch einer längeren Führung schmeckt eine echt
Kulmbacher Bratwurst doppelt gut. Wir wollten ja
für die Plassenburg fit sein. |
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Hier eine Gesamtanlage der Stadt für
Blinde (mit Blindenschrift und zum Anfühlen).
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Und fasst hätten wir ein ganz wichtiges Gebäude
vergessen: das Rathaus von 1752. Leider war es im
Umbau und vollkommen eingerüstet, so dass nicht einmal die schöne
Rokokofassade zum Vorschein kommt. Na, ja, vielleicht beim nächsten
Besuch in Kulmbach. |
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Jetzt sind wir bereits auf der Plassenburg.
Offensichtlich hatte man auch hier zu leben und zu genießen gewusst.
Erbaut wurde sie im 12. Jahrhundert von den Herzögen von
Andechs-Meranien, im 13. Jh, fertig gestellt durch die Grafen von
Orlamünde, im 16. Jh. zur Festung durch Albrecht Alcibiades
umgebaut, beim Conraditag 1553/1554 zerstört und wieder aufgebaut
durch Georg Friedrich Markgraf zu Brandenburg von dem uns bereits
bekannten Baumeister Caspar Vischer. So jedenfalls berichtet uns die
Internetseite der Stadt Kulmbach.
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Gleich im ersten Innenhof hält der Kleinbus,
der zwischen dem Markt und der Plassenburg pendelt. Eine recht
bequeme Möglichkeit, zumal Parkplätze rar sind.
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Natürlich genießt man zuerst den Blick von
oben auf die Stadt... |
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... auch auf den Marktplatz mit unserem
Hotel.
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Ja, das war die Sicht von hier aus.
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Toll und weltberühmt: Der "Schöne Hof"
mit seinen Renaissance-Arkaden. |
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Er ist tatsächlich einer der schönsten
Innenhöfe von Deutschland. |
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Die Drei warten auf den Beginn der Führung im
"Schönen Hof" ... |
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...und staunen nacher, wie lange das Wasser braucht, um nach ca.
80m Fallen am Brunnenboden aufzukommen. Beeindruckend. Früher war
dieser Brunnen noch deutlich tiefer (weit über 100m).
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Vor dem Eingang zum "Schönen Hof" wacht ein 1607
entstandenes Kriegerbild (röm. Kriegsgott
Mars?). |
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Auf dieser Führung war es möglich, auch die ansonsten
verschlossenen Kasematten zu besuchen.
Eindrucksvoll breite Gänge, die den Druck beim Abschießen von
Kanonen wegführen sollten, um allzu große körperliche Schäden der
eigenen Mannschaft zu verhindern. |
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Staunende Besucher. |
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Am anderen Ende der Burg, wenn man von den Kasematten ins Freie
kommt, erfasst man erst die riesigen Ausmaße dieser Gesamtanlage.
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Anschließend erst bezogen wir unsere Zimmer. Ein Blick aus dem
Fenster auf die Burg und auf das ehemalige
Vereinshaus, heute Sparkasse. |
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Natürlich war es am Abend Zeit, eine echte Kulmbacher Brauerei
zu besuchen, die (hoffentlich!) noch nicht von Heineken aufgekauft
wurde, die Kulmbacher Kommunbräu, die in einer
ehemaligen Sägemühle (siehe Bild) zu Hause ist. |
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Und sowohl Bier wie auch Essen haben wir uns dort in
einem der Gastzimmer schmecken lassen.
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Dass am Sonntag kurz vor der Weiterreise nach Coburg
noch ein traditionelles Selbstauslöserbild unserer Gruppe vor dem
Luitpold-Brunnen (erbaut 1898) auf dem Marktplatz
gemacht werden musste, versteht sich von selbst.
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In Coburg trafen wir vor dem
Fremdenverkehrsamt, knapp vor dem Marktplatz
gelegen, unseren Fremdenführer, der uns trotz des Feuerwehrfestes
und dem damit verbundenen Lärm sicher durch die Stadt lotste.
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Schräg gegenüber bereits der erste Brunnen, der 1986 zum Gedenken
an das Coburger Original 'Alexander Otto', genannt Gurken
Alex (1884-1960), aufgestellt wurd. Er war kleinwüchsig und
galt als begnadeter Redner! Auf Jahrmärkten bot er seine
"Kümmerlinge" (Salzgurken) an.
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| Ebenfalls in dieser Herrngasse steht dieses ehemalige
Gasthaus "Loreley" (derzeit geschlossen), das schon
seit 1600 als kleine fürstliche Trinkstube existerte. Die
Theatermaler Brückner malten 1860 im Hausflur die "Schöne Maid vom
Rhein"; diesem Umstand verdankt es den Namen "Loreley". |
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Leider wurden wir nicht vom Regen verschont, als wir vor dem
Schloss Ehrenburg standen. Es
wurde 1543 als Stadtschloss für die Coburger Herzöge angelegt (an
der Stelle des zur Reformation aufgehobenen Franziskanerklosters),
1690 zur Dreiflügelanlage ausgebaut und im 19. Jh. im Empire-Stil
(Entwurf der gotisierten Fassaden von Karl Friedrich Schinkel)
ausgestattet. Übrigens erhielt es von Karl V. den Namen "Ehrenburg",
weil alle Arbeiten ganz ohne Frondienst - alles also gegen Bezahlung
- abgeleistet wurden. |
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Vom Schloss aus werfen wir einen Blick auf das
Landestheater Coburg ... |
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...und auf die Arkaden mit Treppe zum
Hofgarten. Am linken Bildrand noch gut sichtbar:
das Denkmal für Herzog Ernst I., der zum Hofgarten
blickt. |
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Weil es noch regnete, haben wir die
Schlosskapelle mit ihrer barocken Pracht zuerst
besucht. |
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Für eine evangelische Kirche doch eine recht prachtvoll wirkende
Kapelle (hier ein Deckenausschnitt) . Die
Katholiken würden sich freuen. |
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Vom Schloss führte unser Weg dann direkt zur Stadtkirche
St. Moriz (kein Druckfehler, bezieht sich auf den Ägypter
St. Mauritius; daher auch der Mohr im Wappen und auf Gullideckeln),
deren ältester Teil aus dem Jahr 1330 (Ostchor) stammt. |
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Durch einen raffiniert angelegten Brunnen
(gestaltet 2002) mit Wasserspiel wird uns
vor dem hinteren Eingang die momentane Uhrzeit
angezeigt. |
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Der Prospekt der darin befindlichen und 1989
eingebauten Schuke-Orgel stammt noch aus dem Jahre
1740. Immerhin predigte in dieser Kirche 1530 schon Martin Luther,
der im selben Jahr auf der Veste wohnte. |
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Im Chor über der Grablege der herzoglichen Familie befindet sich
das 12m hohe Alabaster-Epitaph des Herzogs Johann Friedrich
des Mittleren, 1598 gearbeitet vom Bildhauer Nikolaus
Bergner aus Pößneck. |
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Im mittleren Bild wird die Überführung der Gebeine des
Patriarchen Josef in das Grab in Kanaan (vgl. Ex 13,19)
gezeigt. Sollte wohl als Sinnbild eigenen Lebens gelten. |
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Die Grabplatte für Herzog Johann Casimir
(1564-1633) , der für seine Eltern das Alabastergrabmal
errichten ließ. |
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Am Hauptportal Adam und Eva (15. Jh.). Und auch
Manfred. |
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Herzog Johann Casimir kümmerte sich auch um die Bildung. Schon
1601 legte er den Grundstein zum heutigen
Casimirianum, an dessen Ecke ihm zu Ehren ein
Standbild eingebracht ist, das in der letzten Schulwoche, falls alle
Abiturienten bestanden haben, bekränzt wird. Immerhin besteht es
als Gymnasium immer noch und ist in der
Schullandschft bis heute bedeutend geblieben (Medien-Referenzschule,
Comenius-Schule etc.)!
Dass Herzog Casimir auch brutal sein konnte, steht auf einem
anderen Blatt (Bsp. Hexenverfolgungen). |
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An solchen Stellen mit den eng zusammenstehenden
Gebäuden konnte man verstehen, warum vornehme Damen
manchmal Trippen über ihr Schuhwerk zogen, um unbeschadet in den
Gassen über die heruntergeschütteten Abfälle und Fäkalien zu
gelangen. |
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Hier das Eck zur ehemaligen Apotheke "Zum goldenen
Strauß", der allerdings eher ein Schwan geworden ist. Das
Haus stammt aus dem 15. Jh. und beherbergt die heutige
Hofapotheke. Auch die Madonna ist um 1500
geschaffen worden (nach der Darstellung in Apk 12,1). |
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Da der Lärm durch die Feuerwehrkapellen doch sehr groß war, wurde
die Führung auf dem Marktplatz beim Standbild für Prinz
Albert I. (1819-1861) im Ornat eines Ritters des
Hosenbandordens, eingeweiht 1865, beendet. |
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Ehemaliges Kanzleigebäude (Stadthaus) aus der
Zeit der Spätrenaissance erbaut 1597-1601). Es sollte ein
repräsentatives Staats- und Verwaltungsbaus für die Landesregierung
sein, so jedenfalls wollte es der Auftraggeber, Herzog Casimir.
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Das Stadthaus wollte auch einen markanten Gegenpunkt zum
Rathaus darstellen, von dem ein Vorgängerbau (auf
dem Kirchhof gelegen) bereits 1405 erwähnt wird. Das heutige Gebäude
wurde 1580 fertig, seine Innenausstattung allerdings erst 1598.
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Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, die Coburger Bratwürste
und Klöße in der Ratsstube zu verkosten. Hier noch
unschlüssige Teilnehmer bei der Auswahl. |
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Auf dem Weg zur Veste werfen wir schnell noch einen Blick auf das
Judentor aus dem 13. Jh., das zur inneren
Stadtbefestigung gehörte. Das ursprüngliche Ziegeldach wurde 1721
durch die welsche Haube mit Laterne ersetzt. |
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Jetzt spazieren wir gerade in die Veste Coburg,
genannt "Fränkische Krone". Ihre ältesten
Teile stammen aus dem 13. Jh. Ab etwa 1530 wir die Anlage zur
Festung ausgebaut, die nie erobert wurde.Wenn man dort war, kann man
das verstehen (ihre Ausdehnung beträgt immerhin 135 x 260 m).
Allerdings fiel sie durch einen Verrat. Heute sind in der Veste
bedeutende Kunstsammlungen
untergebracht, von denen die meisten aus dem Besitz der Coburger
Herzöge stammen. Wir waren leider schon sehr spät dran, so dass wir
einen Museumsbesuch auf ein anderes Mal verschieben mussten.
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Jeder Innenhof ist sehr schön
hergerichtet und bepflanzt. |
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Weit geht der Blick hinunter ins Coburger
Land. |
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Malerische Ausblicke, besonders bei
leichtem Nebel. |
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In diesem schmucken Fürstenbau, dem wohl
schönsten Gebäude auf der Veste, hat die Fürstenfamilie noch bis zum
Ende des zweiten Weltkrieges gewohnt. Ihr Nutzungsrecht ist
allerdings heute erloschen. Ursprünglich romanisch, wurde nach dem
großen Brand von 1499/1500 das Gebäude wieder aufgebaut und
erweitert. Heute dient es als Museum mit entsprechend moderner
Innenausstattung |
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Dass Martin Luther 1530 auf der Veste wohnte,
verkündet ein (m.E. etwas merkwürdig aussehender) Gedenkstein 400
Jahre später mit der Aufschrift: "Non moriar, sed vivam et narrabo
opera domini" ("Ich werde nicht sterben, sondern leben, und die
Werke des Herrn verkünden" (= Ps 118,17)). |
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Und wer Lust hat, kann die schon erwähnten
"Trippen" als Nachbau solcher aus dem 15. Jh. im
Museum kaufen und damit herumtrippeln. |
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Vor dem Weggang noch ein Blick auf die Gesamtanlage der
Veste, diesmal allerdings nicht blindengerecht; da waren
die Kulmbacher fortschrittlicher! |
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Noch beim Hinausgehen aus der Anlage bekommt man in einem solchen
Zugang/Ausgang ein gutes Gefühl für den Bau und
seine mittelalterlichen Sicherheitseinrichtungen. |
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Denn feindliche Besucher waren eher unerwünscht, wie auch diese
Lafette zeigt. Und da sorgte man eben durch
Baumaßnahmen und Geschütze vor. |
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Vor der Heimfahrt dann noch rasch ein unausweichliches
Selbstauslöserbild mit der gesamten DJK-Gruppe mit
der Burganlage im Hintergrund. |
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Das wars wieder einmal. Natürlich gilt unser Dank
allen Ausmachern, besonders unserem Manfred. Schön war's. Dann
vielleicht auf ein Andermal... |