Kurzbericht zum Ausflug
der DJK II am 17.2.2007 nach Marktbreit und Eibelstadt
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Um 11.15 Uhr starteten wir in Seukendorf, wobei allerdings noch ein paar Nachzügler direkt zum Ziel kommen wollten. Hier stehen wir vor dem zweitältesten Gasthof Bayerns, dem Hotel Löwen, wo wir unser Mittagessen vorbestellt hatten und auf unsere Ortsführerin warteten. Es stammt aus dem 16. Jahrhundert und war ehemals die „Fürstlich Schwarzenbergische Herberge“. Ja, die Fürsten lebten auch damals nicht schlecht. (Übrigens findet man den ältesten bayerischen Gasthof in Miltenberg) |
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Marktbreit an der Süd-Ost-Spitze des Maindreiecks war seit alters her eine wichtige Station am Main, so dass man sogar von „Würzburg bei Marktbreit“ sprach. Es war eben aufgrund seiner Lage ein wichtiger Handelsstützpunkt. Dies wussten schon die Römer, die bereits etwa um 5 v.Chr. dort ein Lager anlegten, das mit 37 ha eines der größten Lager überhaupt wurde. Leider ist davon praktisch nichts mehr zu sehen, so dass wir auch auf einen Besuch dort verzichteten. |
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Dafür
besuchten wir den früheren Abladeplatz für Schiffe mit dem noch
funktionsfähigen alten Tretkran von 1784, der nach einem Hochwasser damals
neu aufgebaut wurde.
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Innen hat der Sportlichste von uns auf dem Zweimannlaufrad den Kran heben und senken lassen.
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Die
Mechanik funktioniert noch heute tadellos. |
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Auch seine Wehrhaftigkeit dokumentierte es mit seinem Türmen. |
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Auf
der Vorderseite des Rathauses grüßt eine Georgsfigur mit Drachen, die an
Georg von Seinsheim-Kottenheim erinnert, an das damalige fürstliche Geschlecht.
Zugleich war sie Symbol der damaligen Marktgerechtigkeit |
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Bewundernswert
auch die sonstige Ausstattung, etwa hier im Ratssaal, der ganz mit einem
speziellen Holz getäfelt war. Da sitzt man natürlich gerne zu Rat.
... Vor
allem auch, wenn in den Schränken (siehe Bild unten!) trinkbare Kostbarkeiten
versteckt waren. |
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Auch die Eingangstür war gehobene Klasse! |
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Der weitere Weg ließ uns kurz noch einen Blick auf das Maintor von 1600 werfen, das im II. Weltkrieg allerdings zerstört, aber schon 1946/47 erneuert wurde.
Deutlich zu sehen auch das schmale ehemalige Zollhäuschen rechts beim Tor. |
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Bewahrt
wurden in Marktbreit etliche barocke Häuser, wie diese beiden hier:
Rechts
das „Wertheimer Haus“ für jüdische Familien, links das Haus zur Groe (Krähe?,
fränkisch gesprochen), als Handelshaus 1725 erbaut. Davon zeugt auch eine
Tafel im Hof:
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Alois Alzheimer wurde hier
am 14.6.1864 geboren. Sein Vater hatte seine Anwaltskanzlei im 1. Stock des
Hauses „Zur Groe“.
Alois Alzheimer verstarb am
19.12.1915 in Breslau an den Folgen einer Erkältung (Nierenversagen). |
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Ein Eintrag ins Gästebuch durfte natürlich nicht fehlen. Sehr souverän übernahm diese Aufgabe unser Gästebucheintrager Arnold:
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Jetzt
führte uns der Weg weiter an der ehemaligen Stadtmauer mit ihren Türmen aus
dem 16. Jahrhundert. Hier z.B. der Henkersturm:
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Nicht weit davon weg, gleich beim Kneipp-Kräutergarten, der Fallmeisterturm (für denjenigen zu bewohnen, der verendete Tiere entsorgen musste):
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Der Weg ging dann am Seinsheimschen Schloss vorbei, das Georg Ludwig von Seinsheim 1580 im Stil der Renaiassance erbauen ließ, "zu seiner Bequemlichkeit und mit der Bestimmung eines Witwensitzes für den Fall seines früheren Absterbens", wie er damals verfügte.
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Und diese Kanzel besitzt noch etwas Besonderes: eine
Predigtuhr. Mit dieser Sanduhr, die über vier Gläser verfügt, hat man vor 250
Jahren die Länge der Predigt gemessen: Der Sand im ersten Glas ist zwar schon
nach 15 Minuten durchgelaufen, der im zweiten Glas aber erst nach einer
halben Stunde, jener im dritten nach einer |
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Ein
wichtiger Ausstattungsgegenstand ist natürlich die Orgel, die 1886 erneuert
wurde, deren Gehäuse aber aus dem Jahr 1708 stammt. Darunter an der Brüstung
Teile der „Armenbibel“, die den Menschen, die nicht lesen konnten, Inhalte
der Hl. Schrift näherbringen wollten. Die ältesten stammen von 1600, die
jüngeren von 1777.
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Dann ging die Führung langsam ihrem Ende entgegen. Was nicht fehlen durfte, war ein Blick auf das in vielen Gemälden festgehaltene Malerwinkelhaus. Wirklich schön.
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Nachdem
uns die Stadtführerin, Frau Przybylla, die ihre Sache sehr gut gemacht hatte,
verlassen hatte, versuchten wir unsere Kräfte aufzufrischen, indem wir noch
das Kaffee im Seinsheimer Schloss aufsuchten. Was sein muss, muss sein! Denn
schließlich wollten wir nicht unpünktlich in Eibelsatdt ankommen. Dort
empfing uns wieder der Marktplatz, bei dem ein Teil der Gruppe im Gasthof
noch die Zimmer bezog. Eibelstadt
hatte uns wieder!
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Nach ein paar Abspracheprobleme der Übernachter waren wir schließlich bei Claudia und Heinz Günther wieder zusammen, um den Wein zu verkosten. Weitere Bilder dazu bei Manfred. Dann bis zu einem anderen Mal!
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